Bonnie und die Schwarze Madonna

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Ich frische Bonnies Sitzbank auf. Vorsichtig massiere ich die Lederpolitur in die schwarzen Poren. „Ah“, stöhnt die Bonnie, „und jetzt die Seitenteile. Ja, so. Oh Mann, das machst du echt gut“, und dabei dehnt sie sich vom Hinterrad bis zur vorderen Scheibenbremse, und lässt ganz leise die Blinker vibrieren.
Ich kenne doch die Gute. Doch als ich ihr den Tankdeckel poliere, dass die Sonne blitzt, da wallt es plötzlich aus ihr empor.
„Ach ja“! Und dann ein Seufzer so tief und lang, dass darin ein ganzer Omnibus voller Senioren hätte verschwinden können.
Bonnie lässt die vorderen Blinker hängen.
„Meine Kette hängt durch, siehst du das nicht, und die hinteren Federbeine sind schlaff, und mir ist ganz flau in der Benzinpumpe.“
Ich hole mir den 24er Schlüssel, lockere das Hinterrad, spanne die Kette, richte das Rad neu ein, spanne die Federbeine und streichle die Benzinpumpe. Dann schaue ich Bonnie in den Scheinwerfer.
„Gut so?“
Bonnie schaut schief zurück. Seit dem unseligen Kaufversuch kann sie mir nicht mehr gerade in die Augen schauen. Ihr ist das Vertrauen abhandengekommen, das Vertrauen in mich? In sie? In die Welt als solche? Oder gar in die kosmische Ordnung?
Ich frage: „Morgen zum Klausenpass?“
Die Blinker richten sich vorsichtig auf.bonnie-wut
„Klausenpass?“, kommt es etwas fiepsig.
„Na, da waren wir doch im letzten Jahr, Klausenpass, Saas Fee, Zermatt und Bergsteigerfriedhof, du warst ganz …“
„Du gefühlloser Geselle“, schleudert es aus ihren Rohren, „du Herz aus Stein. Was soll ich auf einem Bergsteigerfriedhof?!“
Sie stemmt die Blinker, alle viere, in die Seiten: „Typisch!“
„Nein, liebe Bonnie“, sage ich und poliere mit weichem Lappen ihren wunderschönen Tank, “nicht zum Bergsteigerfriedhof. Ich wollte eigentlich das Kloster Einsiedeln besuchen.“
Bonnie lässt den Dampf ab.
„Einsiedeln? Und auch die Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna?“
Was ich da noch nicht wusste:
1. Der Mechaniker, der Bonnies Endmontage in Hinckleyk-00 hinckley.jpg durchgeführt hatte, war Patrick Finbarr O‘Gallovan aus Kerry.
2. Seit dem Kaufversuch, den, davon war Bonnie überzeugt, die Jungfrau Maria in Kooperation mit meiner Frau und Bonnie verhindert hatte, hat sie einen Hang zur Mystik entwickelt.
Ehe ich mich über Bonnies Wissen um die Schwarze Madonna wundern kann, schiebt sie nach: „Also gut. Aber dann auch den Marktplatz von Schwyz.“
„Da waren wir doch schon mal. Was sollen wir denn da noch mal?“
Bonnie großartig: „Ich hatte einen Traum.“
Sie blitzt mich an: „Gestern.“
Und dann haut sie den Zentralständer auf den Boden: „Entweder Schwyz oder gar nicht.“
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Und so geht es denn los. Mit der Fähre über den Bodensee. Der Nebel hängt schlaff auf den Wassern.
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Bonnie ist erstaunlich munter. „Wirst schon sehn“, murmelt sie die ganze Zeit, „meinen Traum. Wirst schon sehn.“
Wir brausen durch Glarus, lassen das schöne Muota Tal rechts liegen und atmen tief durch. Bergluft! Hoch steigt die(!) Jegerstöck auf.
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Im Tal gehen die Kühe noch einmal geruhsam ihren Mageninhalt durch, damit es eine gute Milch wird für einen guten Käse, etwa fürs Schabziger Stöckli, einem Reibekäse, kl-03 ankezigerder, angereichert durch den Bockshornkleesamen, wundersame Kräfte frei setzt: Kräftigend ist er, nervenstärkend, dem Haarausfall ein unerbittlicher Feind, dem Mann ein Freund, hilft er ihm doch auch in seinen eher schlaffen Tagen mit Schwung auf einen feurigen Hengst, und über das, was er bei der Frau lostritt, will ich lieber nicht reden.
Kurz: Die Kühe in Zusammenarbeit mit Gottes lieber Natur haben hier zwar keinen veganen, aber doch mächtigen Jungbrunnen geschaffen, für den wohl keine überzeugende klinische Studien vorliegen, aber, so Bonnie, wer glaubt denn schon einem Arzt.k-03.jpg„Ach“, jubelt die Bonnie, „ich liebe die Schweizer Kühe. Schau sie dir an: Was für eine sanfte Schönheit!“
Bonnie hat ja nicht Unrecht, aber manchmal wundere ich mich schon. Es gab Zeiten, da konnte sie geradezu poetisch werden, wenn eine ‚wunderschöne‘ Ducati ein Loblied auf die Genüsse des Lebens sang.
Auch für Pferde hatte sie schon geschwärmt,
Aber eine Kuh?
„Mann, du betonst doch immer dein Großes Graecum. Da reiß dich mal zusammen.“ Bonnies Schalldämpfer zittern vor Zorn. „Warum waren Zeus und alle Griechen in die Hera vernarrt?“
Ich schaue sie fragend an.
„Ich sag’s dir, du Huh-maa-nissst“, und sie legte eine übel zischende Betonung auf die letzte Silbe. „wegen der sanften Augen, Hera die Kuhäugige. Lies mal wieder deinen Homer.“
Und sie erhebt ihre Stimme:
„Ihm da erwiderte Hera, die Kuhäugige, die Herrin des Himmels:
Kronide, Schrecklichster, was für ein Wort hast du da gesprochen?
Gar nicht frage …“
Ich drehe den Zündschlüssel. Röhr, wummm! Bonnies Auspuff machen Homer und die hinkenden Hexameter platt. Aber die Bonnie lässt sich nicht unterkriegen.
Über den Kühen im Tal auf halber Höhe zur Jegerstöck baut sie sich auf und lässt die Hexameter schon wieder hinken. k-04-text Kopie
Bonnie und Bergwandern! Ich muss lächeln, und leise trete ich den Gang ein. Was die Geliebte so spröde macht, geht in dem Aufbrausen der beiden Zylinder unter.k-05 klausen
Hoch zum Pass geht es, und da ist es so, wie es immer in den Bergen ist: Grandios.
Bei der Abfahrt geht Bonnie in der siebten Kehre in die Bremsen. Das Hinterrad schleudert, das Vorderrad schaut mich erstaunt an. „Ich bin unschuldig“, fleht es.
Was ist los?
Bonnie braucht eine Pause.
Warum gerade jetzt?
Weil hier ein toller Platz ist.
Und schon parkt sie mich ein, und ich muss gestehen: Den Platz hat sie gut gewählt. k-06 pause
Bonnie kann sich nicht an den Plakaten satt sehen, und ich baue zufrieden meinen Imbiss auf:  Ein Brötchen kulant belegt mit Räucherlachs (natürlich aus biologischer Aquakultur, ich bin doch lernfähig), und einen Obadza (Was da die bayrische Käserei eingerührt hat, will ich lieber nicht wissen.) und eine Handvoll Radieschen (Was immer die sind, die sind vegan.)
Nach einem Nickerchen erreichen wir beschwingt den Urner See.

3k-07 rütli-end Kopie.jpg
„Freiheit“, rufe ich. „Da drüben ist das Rütli. Auf der Alm haben sie’s geschworen: „Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern.“
Zu meinem Erstaunen kommt jetzt kein „Ah Schiller, die dramatische Hälfte der deutschen Zwei-Mann-Klassik“, sondern nur ein erstauntes „Wie? Was?“
Bonnie, die Kulturfee, kennt keinen Wilhelm Tell. Das kann nicht sein, das darf nicht sein. Also ab nach Bürglen …k-09 bürglen… auf den Spuren eines patriotischen Schweizer Familienvaters, der schon in alter Zeit k-11 tellseine Kinder zu einem Spaziergang zum Geburtsort Wilhelm Tells eingeladen hatte, wo dann die Kinder verzückt vor dem Tellbrunnen stehen geblieben waren (Siehe Neujahrsgeschenk an die Züricher Jugend, Band 9, Zürich 1821, S.111.).
Auch Bonnie erhebt ihren Strahler verzückt empor zu dieser Vater-Sohn-Idylle des Schweizer Freiheitshelden, und ich gehe in das Museum.
Hier – wo die Armbrust zentral steht – wird allerdings  schnell klar: In Uri ließ sich keine Familie Tell ermitteln; die ‚Belege‘ der Urner Landsgemeinden von 1387 und 1388, welche Tells Existenz bezeugen sollten, sowie die den Namen «Tello» k-11aund «Täll» enthaltenden Totenregister und Jahrzeitbücher von Schattdorf und Attinghausen sind allesamt Erdichtungen und Fälschungen.
Als ich das wenig später Bonnie erzähle, ist die nicht erstaunt. Sie, die über ihre Ahnen eine gute Beziehung zu den USA hat, weiß: Nicht erst seit zwei Jahren ist die Lüge in der Politik ein legitimes Mittel zum Durchsetzen aller möglichen politischen Ziele, …
kl-11c trump lies
… aber so viel hat sie schon mitbekommen: Der Mythos Tell ergreift deine Seele: „Freiheit!“, ruft sie und „I love Schiller!“ Und sie fügt hinzu: „Danke.“
„Danke wofür?“
„Dass ich durch dich einen nationalen Helden kennen lernen konnte, der nicht Blut und Boden unter den Füßen kleben hat.“
Ich bin gerührt. Seit dieser vom Schicksal sabotierten Kaufverhandlungen bin auch ich leicht aus der Fassung zu bringen.
„Na, na“, Bonnies Stimme bekommt einen überraschend mütterlichen Ton, „nun wisch dir mal die Träne aus dem linken Augenwinkel. Dafür bist du doch etwas zu alt. Los, dreh den Zündschlüssel. Ich will jetzt nach Schwyz, zum Rathaus, zur Überraschung.“
Ich drehe den Schlüssel, und sanft rollen wir an. Dann stehen wir vor dem Rathaus und mir fällt das Kinn herunter.k-12 bonnie-schwyz Kopie
„Bonnie“, rufe ich, „wie ist das möglich?“
„Well, old boy“, sagt sie, „jeder hat so seinen Mythos.“ Mehr ist aus ihr nicht herauszubekommen. Tief in meinem Inneren die bohrende Frage: „Bonnie und die Schwarze Madonna, läuft da was?“
Mit dieser Frage haue ich vor der Klosterkirche Einsiedeln den Seitenständer raus und mache mich über den weiten Platz auf zum Inneren des mächtigsten Barockbaus der Schweiz.

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Im Eingang die Gnadenkapelle der Schwarzen Madonna, Anlaufpunkt der Pilger des gut vermarkteten Jakobswegs.kl-14 gnadenkapelle

Die schwarze Madonna. Der Ursprung dieser Madonnen liegt in mystischem Dunkel. Hat sie der Kerzenrauch verrußt? Haben sie die Kreuzritter aus dem Orient mitgebracht als Erinnerung an die dunkelhäutigen Schönen? War es das Hohe Lied, wo es heißt: „Nigra sum sed formosa“ – schwarz bin ich, aber schön“ (Hld 1,5)?
Ich schaue mir die Schwarze Madonna genauer an. Was für eine Pracht, was für ein Strahlen – und dann sträuben sich mir die Nackenhaare.k-15c Einsiedeln 2-text
Ich stürze ins Freie. Da steht sie, die Bonnie, und mit einem selig verklärten Scheinwerfer blickt sie mir entgehen.
„Hast du sie gesehen, die Schwarze Madonna? Ist sie nicht wundervoll?“, flüstert sie.
Ich kann mit den Schwarzen Madonnen und dem heidnischen Zungenschlag der allein seligmachenden Kirche nun rein gar nichts anfangen, aber ich muss gestehen: Bonnies verklärter Scheinwerfer trifft mich tief in mein Herz.
Mit unsicheren Knien hieve ich mich in den Sattel.
„Und die Musik“, kommt es voller Rührung aus den mechanischen Tiefen der englischen Lady, „hast du sie gehört? Tomás Luis de Victoria, ach, das war noch ein Komponist.“ Und da tönt es leise aus Bonnies Kurbelgehäuse, sanft und zart: „Nigra sum sed formosa.
Bei Marx und allen Heiligen, das musst du erlebt haben, um es zu glauben. In mir brodelt das Chaos, und ich fege den Ibergeregpass hoch und denke an die Unendlichkeit. kl-16 Ibergeregg
Verdammt, ich habe in meiner Hetze durch die Unendlichkeit die Fotos durcheinandergebracht. Das ist vom letzten Jahr. Aber wo Madonnen ein- und ausgehen, da können das die Fotos auch.
Und wie das Heidnische seine Wiederauferstehung feiert, da winkt mir vom Straßenrand bei halsbrecherischer Abfahrt ein teuflischer Geselle zu. k-17 smart rider-text.jpgDer kann mich mal. Mir ist heute alles egal, ich reiß das Gas hoch, und mit heißen Reifen laufen wir in Sankt Gallen ein.
Da ist der Bär los.

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Also der ist nicht wirklich los. In der Schweiz hat alles seine Ordnung, auch der Bär. In Angriffspose zwar, aber dennoch gebannt im züchtigen Dreieck des Giebelhauses wacht er über dem Platz vor der Stiftskirche -(bei der es links um die Ecke in der Chocolaterie Koelbener ein Laugengipfeli zu erstehen gibt, das dich auf ewig an diesen Platz bindet – da hat die Jungfrau sicherlich auch ihre heiligen Hände im Spiel.)
Als ich, mein Gipfeli mampfend, der Bonnie erkläre, dass die Gründung der Stiftskirche der ehemaligen Benediktinerabtei nichts mit den heiligen Händen der gebenedeiten Jungfrau zu tun habe, sondern eine rein irische Angelegenheit sei, da leuchtet ihr der Scheinwerfer. Und ich schiebe noch was nach, denn das ist eine wahrlich fantastische Geschichte.
„Also“, ich schlucke die letzten Krümel der meisterhaften Backware die Gurgel herunter, „also nachdem der heilige Gallus, damals war er noch nicht heilig, sondern ein jugendlicher Heißsporn, zusammen mit den zwei anderen jugendlichen und heiligen k-18 montage Kopie Heißspornen Patrick und Finnbar in den Counties Donegal, Kerry und Cork – das ist zwar nicht eindeutig belegt, dient aber der nationalen Folklore ganz ungemein –  die Schlangen verjagt hatte, war er ohne konkreten Auftrag und machte sich auf in die Alpen.
Ein paar Schritte südlich von der heutigen Altstadt Sankt Gallens fiel er im Jahre des Herrn 612 in einen Dornenbusch. Das fand er wunderbar, und er sprach: „Dies ist die Stätte meiner Ruhe ewiglich; hier will ich wohnen, denn das gefällt mir.“
Er sprach dies natürlich auf Latein: „Haec requies mea in saeculum saeculi. Hic habitabo quoniam elegi eam.“
Und wie er sich so in seinem geliebten Dornenbuch wälzte und gottgefällig stöhnte, kam ein mächtiger Braunbär heran mit erhobenen Tatzen. „Hallo“, rief Gallus, „hast du Hunger?“gallus+bär
Der Bär fletschte die Zähnel, ließ sich dann aber – oh Wunder –  überreden, Feuerholz zu holen.
„Hier ist etwas Brot“, sagte Gallus, und schob dem verdutzten Pelztier einen Kanten Graubrot zwischen die Kiefer. Da wusste der Bär: Dies ist ein gesegnetes Brot, und dies ist ein gottgefälliger Mann. Und er drehte sich um und ward nie mehr gesehen.“

Bonnie hat mir ganz entrückt zugehört. „Tolle Geschichte. Die Iren sind doch ein irres Völkchen. Hab ich dir schon erzählt, dass der Mechaniker meiner Endmontage ein Ire war?“ Und dann bekreuzigte sie sich: „Heilige Madonna, und er hieß Patrick Finbarr Abrogans-textO’Gallovan.“
Bonnies Madonnentick geht mir allmählich auf den großen Nerv, aber immerhin weiß die Gute jetzt, warum der Bär als Wahrzeichen der Stadt verewigt worden ist. Auch weiß sie, dass Gallus gleich neben dem Dornenbusch seine Eremitenzelle errichtet hatte, die zur Keimzelle der Benediktinerabtei und der Stadt wurde.
Und natürlich der Stiftsbibliothek, in der seit ihrer Gründung im Jahre 719 das älteste Buch deutscher Sprache lagert.

Als ich den Bibliotheksraum betrete – Bonnie musste leider draußen bleiben – kann ich den Bibliothekar verstehen, als er vom „schönsten Saal des Spätbarocks“ schwärmt.
k-20 Stiftsbibliothek-Barockstra-textFür Bonnie bringe ich eine Seite (also eine Kopie dieser Seite) des Irischen Evangeliars von St. Gallen mit.k-21 irisches Evangeliar
„Oh Mann.“ Bonnie ist ganz außer sich, das Evangeliar kennt sie (Von ihrem irischen Endmonteur?): „Das ist nach dem Book of Kells das wohl schönste handverzierte Buch der Welt.“
Da sind wir einer Meinung, und einträchtig brummeln wir zurück zur Fähre, schippern k-22.jpgüber den See, parken uns in unseren getrennten Räumen und fallen in einen tiefen, aber nicht traumlosen Schlaf. Während die eine mit der Schwarzen Madonna auf dem Sozius vor einem wütenden Bären über den Klausenpass flüchtet – dem Bären geht bei der vierten Kehre die Puste aus – , schießt der andere mit Schiller und Armbrust um die Wette. Schiller gewinnt.

 

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